Moin,
das mit den Stößeln, bzw. Nockenschäden ist ein bekanntes Thema:
Bei wenig Drehzahl ist die Belastung am Stößel am höchsten. Bei hoher Drehzahl verrichtet die sogenannte Anlauframpe ihren Job zuverlässig und Schäden bleiben aus.
Die Materialpaarung zwischen Nocken und Stößel ist höchst kritisch wegen der dort herrschenden Flächenpressung. Ebenfalls werden Öle mit Schlechter Scherfestigkeit an dieser Stelle für Verdruss sorgen. Bei Sportmotoren, bei denen "Heisse Nocken" eingebaut werden, steht in der Montageanleitung, den Motor am Anfang mindestens mit 3000rpm laufen lassen. Bei unseren Motoren natürlich nicht, aber Sinngemäss, einen Neuen Motor Niemals am Anfang mit 600rpm Rumpeln lassen!
Meiner Erfahrung von anderen Langsam laufenden Motoren her, haben die Motoren eventuell ein Problem mit "Rost am Nocken und Stößel. Wenn der Stößel Rostet, wird an einem kleinen Punkt die Härteschicht verletzt (0,2mm), nach einigen Jahren sieht der Stößel aus wie eine Kartoffelreibe und frisst den Nocken. Da die Härteschicht am Nocken auch nur sehr dünn ist, Verschleisst der Rasend schnell, sobald die Härteschicht Runter ist.
Das mit dem Verschleiss bei Teillast und Vollast ist ein wenig Komplizierter.
Als Konsenz würde ich behaupten:
Bei 2000rpm max und 3/4 bis Vollast lebt der Motor Länger als bei Leerlauf oder Drehzahlen
jenseits von Gut und Böse.
Bei hohen Drehzahlen kämpft der Motor gegen anwachsende Massekräfte
Bei Niedrigen Drehzahlen und hoher Last bekommen wir Torsionsschwingungen in der Kurbelwelle und gewaltige Belastungen in den Lagern.
Ohne Last wird der Motor nicht Warm und Verbrennt nicht Richtig.
Gruß Reinhard
Das hier stehende ist meine Meinung und erhebt keinen Anspruch auf die einzige Weisheit..